Zurück in die Zukunft

Wenn wie zu Zeiten Maria Theresias Kutschen am Michaelerplatz vorfahren, wenn einige Schritte weiter die Reitbahn dank modernster Technik zum Tanzparkett wird und wenn Tradition auf Innovation trifft – dann ist das wunderbare Ergebnis die Fête Impériale presented by Audi in der Spanischen Hofreitschule.

Ein Gespräch mit der Generaldirektorin Elisabeth Gürtler.

Am 29. Juni 2018 wird die Spanische Hofreitschule wieder die perfekte Kulisse für einen einzigartigen Sommerball bieten. Generaldirektorin Elisabeth Gürtler sorgt mit ihrem Team bei der Fête Impériale für eine Atmosphäre, die unvergleichlich ist und den 2500 Ballgästen für immer in Erinnerung bleiben wird. Wann hat man schon die Möglichkeit auf der Reitbahn zu tanzen, auf den offenen Galerien der Winterreitschule zu flanieren oder in der Stallburg unter freiem Himmel ein Glas Champagner zu trinken?

Elisabeth Gürtler will mit der Fête Impériale presented by Audi eine alte Tradition erhalten. „Immerhin gab es schon zur Zeit Maria Theresias Hofbälle. Und Tanzen hat auch viel mit dem Ballett der weißen Pferde zu tun“, erzählt sie. „Aber natürlich verfolgen wir auch geschäftliche Ziele – das ist etwa die Unterstützung der Zucht, aber auch, um die Winterreitschule als Veranstaltungsort zu präsentieren.“ Mit der Fête Impériale soll ein breites Publikum erreicht werden, das nicht zwangsläufig mit Pferden zu tun haben muss.

Die Fête Impériale findet heuer zum neunten Mal statt. Elisabeth Gürtler zeigt mit der Entwicklung des Sommerballs sehr zufrieden: „Die Fête Impériale ist Bestandteil unseres Jahresprogramms und hat sich fix im Wiener Ballkalender etabliert. Als Sommerball war sie von Anfang an ein Aushängeschild für die österreichische Balltradition.“ Eine Veranstaltung dieser Größenordnung sollte ein riesiges Team beanspruchen, möchte man meinen. Doch Elisabeth Gürtler widerspricht bescheiden: „Die intensive Vorbereitung beginnt bereits im Mai“, erklärt sie und überrascht mit der Quantität des Organisations-Komitees: „Wir sind ein kleines Team von acht Personen innerhalb der Spanischen Hofreitschule. Jeder von uns übernimmt Aufgaben, mit denen wir das Jahr über nicht betraut sind. Das funktioniert wunderbar.“

Die Organisation einer märchenhaften Veranstaltung ist Elisabeth Gürtler freilich nicht fremd. Bevor sie die Leitung der Spanischen Hofreitschule übernahm, organisierte sie den Wiener Opernball. Die beiden Vorzeige-Events seien vergleichbar – und auch wieder nicht: „Der Opernball und die Fête Impériale sind klassische Bälle, für sich einzigartig und in der Eröffnung ähnlich“, sagt Elisabeth Gürtler, „aber wir maßen uns nicht an, der Staatsball zu sein.“ Natürlich helfe in der Organisation die Erfahrung vom Opernball. „Im Vergleich ist unser Sommerball aber viel lockerer“, stellt sie fest. Und wo sieht Elisabeth Gürtler die Fête Impériale in zehn Jahren? Die Antwort fällt pragmatisch aus: „Ich hoffe, dass auch nach mir die Fête Impériale eine Organisatorin hat, die diese schöne Tradition weiterführt.“

Die Fête Impériale ist dank der traumhaften Hofreitschule auch ein Fest für das Auge, die Ästhetik spielt natürlich eine große Rolle. Wie sieht die Ball-Chefin das, wenn sie ein Auto kauft? Elisabeth Gürtler lächelt: „Ästhetik ist mit Emotionen verbunden und nicht objektivierbar. Aber natürlich ist auch bei der Wahl des Autos das ästhetische Wohlgefühl wichtig. Nur von A nach B zu fahren reicht mir nicht.“

Zum Abschluss eine persönliche Frage an die Generaldirektorin der Spanischen Hofreitschule: Sie haben von Bund und Ländern diverse hohe Auszeichnungen erhalten. Was bedeuten Ihnen solche Ehrungen? Elisabeth Gürtler: „Auszeichnungen sind ein Zeichen öffentlicher Anerkennung für das Tun und Wirken und freuen den Geehrten. Damen haben dabei leider das Problem, dass es schwierig ist bei Anlässen wie Bällen Orden zu tragen. Darum kann ich mich an diesen nur in Vitrinen erfreuen."