Von Atzenbrugg nach Atzenbrugg

Seit einem Jahr ist Österreichs Beitrag zur European Tour der Profigolfer keine One-Man-Show mehr. Neben Bernd Wiesberger hat sich Matthias Schwab im Konzert der Großen etabliert. Der 23-jährige Audi-Sportler aus der Steiermark wird auch beim „Shot Clock Masters“ von 7. bis 10. Juni in Atzenbrugg abschlagen. Dort bestritt Schwab vor einem Jahr sein erstes Turnier als Profi.

Du hast 2017 mit dem Turnier in Österreich deine Profi-Karriere begonnen. Wie zufrieden bist du mit dem ersten knappen Jahr?
Das erste Jahr als Profi war sehr ereignisreich. Ich bin viel herumgekommen, hab‘ viel gelernt und auch einige gute Perfomances abgeliefert. Es war schon eine große Umstellung vom Amateurgolf ins Profigeschäft. Das hat einige Zeit gedauert, ich mache immer noch neue Erfahrungen und versuche meinen optimalen Ablauf im Training und bei Turnieren zu finden.

Du hast 2017 einige Challenger-Turniere gespielt, wie groß war die Umstellung auf die European Tour?
Die Umstellung von der Challenge Tour auf die European Tour ist eigentlich nicht sehr groß. Es war schon auf der Challenge Tour schwierig vorne mitzuspielen, weil der Level auch dort sehr hoch ist. Das ist jetzt auf der European Tour genau das gleiche. Man braucht eine gute Leistung über die gesamte Woche, um vorn dabei zu sein. Die Leistungsdichte ist auf beiden Touren groß, auf der European Tour sicherlich noch etwas größer.

Shot Clock Masters 2018 – ist das Heimturnier mehr Freude oder mehr Belastung?
Das Heimturnier in Atzenbrugg wird super, es überwiegt definitiv die Freude. Ich kenne den Platz gut, habe dort mein erstes European-Tour-Turnier als Amateur gespielt und auch mein Profidebüt gegeben. Ich verbinde mit Atzenbrugg viele positive Erinnerungen und Ereignisse in meiner Karriere, deshalb ist es eine Freude wieder dorthin zurückzukehren.

Welche Bedeutung hat ein Heimturnier generell für dich?
Das Heimturnier ist sicherlich speziell für mich, ich bin gerne in Atzenbrugg. Für die Saison gesehen kann mir das Turnier sicherlich auch helfen nach vorne zu kommen. Generell versuche ich das Turnier gleich anzugehen wie alle anderen auch, mit derselben Routine und Vorbereitung.

2017 warst du in Atzenbrugg 43. Wo willst du heuer stehen? Setzt du dir ein Ziel, etwa die Top Ten, oder hängt das von den tatsächlich herrschenden Umständen ab?
Ich will heuer wie immer und bei jedem Turnier mein Bestes geben, mich voll reinhängen und um jeden Schlag kämpfen. Was dann dabei herauskommt wird man sehen.

Liegst du im Rennen um die Spielberechtigung auf der European Tour für 2019 auf Kurs, darunter oder darüber?
Das ist schwierig zu sagen. Ich hatte bereits ein, zwei gute Turniere in dieser Saison und fühle mich auch sehr gut. Die Saison dauert noch relativ lang, es kann alles passieren.

Wie groß ist generell der Druck, die Tourkarte zu schaffen? Du hast ja nicht so viele Chancen bei großen Turnieren, sondern musst viel reisen und kleinere Turniere spielen.
Ich habe aufgrund meiner Kategorie nicht die Chance bei jedem Turnier reinzukommen. Aber ich versuche das Beste aus den Möglichkeiten zu machen, die sich mir bieten. Dass es nicht einfach wird, das war klar. Reisen müssen alle Spieler viel, das gehört zum Tourleben.

Übrigens: Wenn Matthias Schwab nicht das Flugzeug nimmt, ist er mit einem Audi Q5 unterwegs.