Ich hätte da eine Frage

Hannes Reichelt im Gespräch mit Michael Strele.

Hannes Reichelt ist einer der besten Skifahrer des Planeten: Weltmeister, Kitzbühel-Champion, Weltcupgesamtsieger im Super-G. Der gebürtige Salzburger liebt es nicht nur auf zwei Brettern seine Spuren zu ziehen, sondern auch auf vier Rädern. Entsprechend groß ist die Vorfreude des passionierten Audi-A6-Fahrers auf das neue Modell. Um alles was ihn am neuen A6 bewegt in Erfahrung zu bringen, wird der Ski-Profi zum Fragesteller.

Für die Beziehung zwischen Hannes Reichelt und seinem Audi A6 war es wieder ein guter Winter: Tausende Kilometer haben die beiden gemeinsam auf diversen oft tiefverschneiten Pässen in den Alpen absolviert, erfolgreich und sicher. Klar, dass der leidenschaftliche Audi-Fahrer nun voller Spannung der nächsten Generation Audi A6 entgegenfiebert. Zur Einstimmung interviewt Reichelt den Trainings-Leiter von Audi, Michael Strele, um diesen ein paar Facts and Figures über das neue Autos zu entlocken.

Hannes Reichelt: Was mir als erstes auffällt: der neue A6 ist etwas kantiger, oder?
Michael Strele: Wir sagen bei Audi zum Kühlergrill Single Frame. Es sind ganz scharfe Kanten. Unser Designer Marc Lichte hat eine ganz neue Designsprache umgesetzt. Bei A8 und A7 haben wir das gesehen, nun kommt die Fortsetzung beim A6. Im Single Frame sieht man eine ganz spezielle Sensorik. Das Auto ist technisch in der Lage Level 3 pilotiert zu fahren. Dazu braucht man eben nicht nur Radarsensoren, sondern auch Lasersensoren. Dieser Laserscanner kann ganz genau erkennen, was sich vor dem Auto abspielt. Noch wesentlich genauer, als was wir es bisher gewohnt waren.

Was heißt Level 3?
Level 3 heißt, dass man die Hände von Lenkrad nehmen könnte. Das Fahrzeug fährt automatisch und man kann Fahrzeug-integrierte Systeme nutzen. Das heißt, man könnte über den Bildschirm im Auto einen Film anschauen. Das Auto ist technisch dazu in der Lage, das Ganze ist aber noch nicht freigeschalten, weil das Kraftfahrzeuggesetz noch nicht so weit ist. Jetzt müssen wir warten, bis das Gesetz steht. Bis dahin gilt aber schon: Vorsprung durch Technik.

Im vorderen Bereich sieht man auch einige Kanten.
Genau. Das ganze Auto ist extrem auf Sportlichkeit ausgelegt, was man von einer modernen Business Limousine so nicht kennt. Normal waren Linien immer komplett durchgehend ums Auto rundherum. Man sieht hier, dass Linien im Blech verschwinden und woanders wieder rauskommen. Das sorgt für einen kraftvollen Charakter. Der Radkasten ist extrem breit, mit einer sehr coolen und stylischen Linienführung und ist eine Hommage an die quattro Blister des berühmten Audi Urquattro.

Die Spiegel sind auch verändert oder täuscht das?
Der Spiegel sitzt nicht am Spiegeldreieck, er ist nun auf der Türbrüstung aufgesetzt. Damit habe ich einen wesentlich besseren Sichtbereich. Die Aerodynamik ist besser, die Optik sportlicher.

Der Auspuff ist auch komplett eingebaut, oder?
Wenn man genau hinschaut, ist es kein Auspuffrohr, sondern ein Design Element. Von der Designsprache wirkt das Auto sehr breit, sehr bullig. Das Coole bei der LED Heckleuchte ist, die blinkt nicht einfach, sondern sie macht eine Lichtshow. Das erinnert stark an Knight Rider (lacht).

Der neue A6 hat einen langen Radstand: Wie ist es mit dem Wendekreis?
Hier hat man das mit einer mitlenkenden Hinterachse angepasst. Wir haben vorne eine geschwindigkeitsabhängige Lenkübersetzung. Das heißt, wenn du langsam fährst, lenkt das Auto direkter als wenn du schneller unterwegs bist. Gleichzeitig lenkt er bei langsamen Geschwindigkeiten auf der Hinterachse gegengleich. Man mag es kaum glauben, aber der Wendekreis ist kleiner als beim Q3. Für die Stelvio Serpentine ist es optimal. (lacht)

Dann steige ich jetzt mal ein. Fühlt sich an, wie in einem Flugzeug. Im Vergleich zum Vorgänger ein unglaublich futuristischen Anblick.
Ja das stimmt, zunächst ist es völlig schwarz, wenn man dann aber die Zündung aktiviert, kommt man sich vor wie in einem Flugzeug-Cockpit. Es fehlen eine Menge Tasten, alles ist hochmodern. Man sagt, wenn man im A6 Knöpfe sucht, dann am Besten am Sakko des Fahrers. Das meiste ist mittels Touchscreen bedienbar. Die Kunden kommen super einfach und intuitiv mit dem Touch-Monitor zurecht. Man merkt, dass permanent am Design gearbeitet wird, es sind auch wesentlich mehr Funktionen im Head Up Display. Dieses Auto ist sogar mit einem Nachtsicht-Assistenten ausgestattet. Was die Infrarotkamera filmt, kann man am Display darstellen lassen. Wenn man auf die Parkkamera drückt, erfolgt einen Rundumflug um das Auto.

Einparken tut das Auto selber oder?
Es gibt natürlich die verschiedenen Ausstattungen dazu, diverse Einparkhilfen. Es geht sogar soweit, dass man aussteigt und das Auto mit dem Handy in die Garage reinfahren lässt. Das kommt in Kürze.

Das Lenkrad hat sich auch weiterentwickelt.
Man merkt, es sind hochwertige Materialen verwendet worden. Das Design geht im Innenraum weiter, die kantigen Linien, die Chrome Linien, wie vorne am Singleframe. Es ist alles sehr hochwertig verarbeitet. Wenn du auf etwas Metallisches greifst, dann ist es kühl und wirklich Metall. Holz ist wirklich Holz.

Wo ist für Frauen der Platz für die wesentlichen Dinge? Meine Frau hat beispielsweise ihre Schminksachen in der Mittelarmlehne (lacht).
Das gibt es nicht mehr, da müssen wir wohl für die Schminksachen deiner Frau einen anderen Platz suchen. Die aktuelle Mittelarmkonsole erfüllt andere Zwecke, sie ist beispielsweise mit allen USB Ports ausgestattet, damit du sämtliche elektronische Geräte anstecken kannst und griffbereit hast. Dein Handy kannst du induktiv laden.

Zum Schluss: Wo sind die analogen Anzeigen hingekommen?
Das ist das Virtual Cockpit. Man kann es sich individuell anpassen. Auch die Navigationskarten sind verändert. Hier kann man sogar die Berge dreidimensional dargestellt betrachten. Das Auto ist durch eine integrierte SIM Karte permanent online. Der Vorteil: Dadurch kann man sämtliche Dienste immer nutzen.

Allerletzte Frage: Wann und wo kann man den neuen Audi A6 und seine Teamkollegen sehen und erleben?
Einen Anschauungsunterricht gibt es im Rahmen der Automesse in Salzburg von 23.-25. März. Du findest uns in der Halle 10 D+G – wir freuen uns auf deinen Besuch!

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,5–4,4 l/100 km; CO2-Emission kombiniert: 119–114 g/km; Effizienzklasse: A+. Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt.