FORMULA E im Arcade-Mode!

Am 15. Dezember ist es in einem Vorort von Riad so weit: Die fünfte Saison der Formel E beginnt – und es ist eine ganz besondere: Erstmals kommen die Boliden der zweiten Generation zum Einsatz, die in 2,8 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen – und die mit Akkus versehen sind, die es möglich machen die gesamte Renndistanz mit einem einzigen Auto zu bestreiten. Zudem drängen zahlreiche neue Piloten in die Formel E – nur Audi setzt als einziges Team seit dem allerersten Rennen der Geschichte auf ein und dieselbe bewährte Fahrerpaarung. Was man vor „Season 5“ wissen sollte.

Die Boliden sind neu!
In der Formel E fährt man mit einem Einheitschassis, das von der Veranstalter-Organisation an die Teams vergeben wird. Nun, nach vier Jahren mit demselben Fahrzeug, werden die Autos zum ersten Mal getauscht, es kommen die Boliden der sogenannten „Gen2“ zum Zug. Das Einheitsdesign erinnert an das Batmobil, erstmals ist auch der Sicherheitsbügel „Halo“ angebracht. Technisch wichtig: die Autos können bis zu 225 kw Leistung abrufen (je nach Modus) und die Akkus sind in der Lage, das ganze Rennen durchzuhalten. Der bisher übliche Fahrzeugtausch entfällt.

Jetzt kommt der Arcade-Mode!
Dadurch ist ein neues Rennformat möglich. Künftig geht ein Rennen über 45 Minuten plus eine Runde. Diese eine Runde kann aber alles entscheiden, da man sich die Energie so einteilen muss, dass man im Finale noch Strom für die letzten Kurven hat. Zudem gibt es neue Features. Besonders spektakulär ist der an Videospiele angelehnte „Arcade Mode“. Die Piloten können diesen Modus verwenden und durch eine Aktivierungszone fahren. Dabei bekommen sie Extra-Energie geladen und können für kurze Zeit (meist ca. zwei Runden) statt 200 mit 225 KW fahren. Das soll für spektakuläre „Verfolgungsjagden“ sorgen.

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi

Die meisten Punkte, die meisten Pokale – kein anderer Fahrer im Formel-E-Feld ist erfolgreicher. Lucas di Grassi wurde am 11. August 1984 in São Paulo (BR) geboren. Zu seine Stärken zählen seine Kontinuität und Perfektion auf der Rennstrecke.

Viele neue Piloten!
Immer mehr Top-Fahrer drängen in diese Meisterschaft. So nun etwa Felipe Massa, Gary Paffett, Pascal Wehrlein oder Stoffel Vandoorne. Nachdem Audi als regierender Team-Champion ja längst eine fixe Größe ist, wollen auch BMW (ab jetzt), Mercedes und Porsche (ab Season 6) gegen den Meister antreten. Wobei der meisterliche Audi-Antrieb nicht nur beim Werksteam Audi Sport Abt Schäffler eingesetzt wird. Auch das Formel-E-Siegerteam Envision Virgin Racing setzt ab nun auf Antriebsysteme von Audi. Und neben Sam Bird auch auf einen Piloten, dem man gut aus dem DTM-Audi kennt. Auf den Niederländer Robin Frijns, der als einer der vielseitigsten Rennfahrer der Welt gilt.

Wer fährt für das Meisterteam Audi?
Audi Sport Abt Schäffler hat ein Alleinstellungsmerkmal in der Formel E. Seit dem ersten Rennen 2014 setzt Abt die selbe Fahrer-Paarung ein. Den Brasilianer Lucas di Grassi, Meister der Season 3 und den Deutschen Daniel Abt. Auch der Teamchef ist sehr bekannt. Es ist der Schotte Alan McNish, als Fahrer mit Audi Sieger beim 24 Stunden Rennen von Le Mans.

Wer gilt als der Vordenker unter den Piloten?
Lucas di Grassi. Der Ex-Formel-1-Pilot war 2012 der allererste Fahrer der Geschichte, der sich für die Formel E entschieden hat: „Damals war ich noch ganz alleine – heute würden 100 der besten Rennfahrer der Welt sofort gerne hier fahren“, weiß Di Grassi, der als großer Vordenker und Botschafter dieser Meisterschaft gilt: „Bis jetzt hatten wir Autos und vor allem Akkus, die aufgrund des Reglements schon recht veraltet waren. Doch noch haben wir binnen fünf Jahren die Leistung der Akkus verdoppeln können – man kann also ahnen, welche enormen Entwicklungsmöglichkeiten dieser Serie und die Autos noch haben.“

Fahren Formel-E-Stars auch privat teilweise elektrisiert?
Das fragen wir Lucas di Grassi. Seine Antwort ist eindeutig: „Ja ich besitze einen Hybrid. Audi hat vor kurzem den e-tron auf den Markt gebracht und ich habe den Q7 Hybrid zu Hause. Wie mein Teamkollege Daniel Abt. Da ich Kinder habe, brauche ich einen. Ich lebe in Monaco und ich verwende das Auto um zum Flughafen und zurück zu fahren, daher habe ich heuer vielleicht ein bis maximal zweimal getankt. Wenn ich zum Supermarkt und zur Bank fahre, fahre ich mit dem Elektromotor und lade diesen nachts zu Hause auf. Für mich ist das einfach perfekt.“