Fiesta Mexicana

Eine Formel voller Spannung.

Die einzige vollständige elektrische Rennserie beschleunigt in ihre fünfte Saison. Zwischen Dezember und Juli wird auf sämtlichen Kontingenten in insgesamt zwölf Metropolen, darunter Paris, New York, Hongkong, Berlin, Rom, Marrakesch oder aktuell Mexiko-City Spannung erzeugt.

Die wichtigste Änderung der diesjährigen Meisterschaft betrifft neben dem futuristischen Batman-Design der E-Boliden vor allem die, vom britischen Sportwagenhersteller McLaren entwickelten, Akkus. Diese haben jetzt 54 statt 32 kWh und liefern so genügend Strom für etwa 70 Prozent der Renndistanz. Den Rest muss der Fahrer mit Energiemanagement durch Segelphasen einsparen oder beim Bremsen zurückgewinnen. Dank der neuen Technik erübrigt sich der Autotausch zur Rennmitte, 45 Minuten plus eine Runde lautet das aktuelle Format, das klingende Namen gleichermaßen fasziniert, wie anzieht.

Gleich sieben Formel-E-Frischlinge finden sich im derzeitigen Starterfeld wieder, darunter DTM-Champion Gary Paffett oder die Formel 1 erprobten Stoffel Vandoorne, Felipe Massa und Pascal Wehrlein, dem zuletzt Chile mit Rang zwei ein Ausrufezeichen gelang. Vorerst sind es aber die altgedienten und elektroerfahrenen Piloten, die tonangebend sind - das zeigt ein Blick auf das Zwischenklassement. Der Brite Sam Bird, seit der Geburtsstunde der Formel E Stammfahrer, hat nach drei Rennen die Nase knapp vor Jerome d´Ambrosio, auch der Belgier befindet sich in seiner fünften Rennsaison. Titelverteidiger Jean-Eric Vergne (FRA) folgt auf Zwischenrang drei.

Am 16. Februar werden die Karten aufs Neue gemischt. Schauplatz der vierten Station ist Mexiko-Stadt, wo eine kürzere Variante des Formel 1 Kurses im Autodromo Hermanos Rodriguez befahren wird. Die Strecke führt unter anderem durch das umgebaute Baseball-Stadion Foro Sol, wo die Begeisterung regelmäßig überkocht. Im Vorjahr jubelte Daniel Abt vom Team Audi Sport ABT Schaeffer mit den Fans um die Wette, zumal es für den Deutschen der erste Sieg in der Formel E überhaupt war. Nach einem verhaltenen Saisonstart bog Abt zuletzt in Santiago de Chile mit Rang drei zurück auf die Überholspur. „Die mexikanischen Fans sind einfach unglaublich und die Atmosphäre im Stadion einzigartig im Motorsport – wir können die Anfeuerungen von den Rängen sogar während des Rennens hören“, ist die Vorfreude des 26-Jährigen auf die nächste Fiesta deutlich spürbar.

Positive Erinnerungen an das legendäre Autodromo Hermanos Rodriguez hat auch der zweite Audi-Pilot. Lucas di Grassi trug sich 2017 in die Siegerliste ein, im selben Jahr gewann der Brasilianer auch die Meisterschaft. Aktuell läuft es für Di Grassi  noch nicht nach Wunsch, mit neun Zählern ist die bisherige Saisonausbeute überschaubar.

© Audi Communications Motorsport / Malte Christians