Auf den Spuren der Ski-Elite

Beim Audi quattro Ski Cup werden ambitionierte Hobbyskiläufer zu gestandenen Weltcup-Profis. Entschieden wird die Amateurserie mit dem Weltfinale Ende März in Kitzbühel.

Ein eigens errichtetes Starthaus, eine professionell präparierte Piste, der riesige Zielbogen, eine moderne Zeitnehmung und eine glanzvolle Siegerehrung – so kennt man ein Weltcuprennen aus den TV-Übertragungen und genauso soll auch die Selbsterfahrung ablaufen. Nach dem tollen Erfolg des Vorjahres, wo über 3000 Amateurläufer bei Weltcupkonditionen auf die Bestzeit losgingen, startet der Audi quattro Ski Cup in seine vierte Saison.

Die Serie umfasst zehn Stationen in vier Alpenländern, in Österreich werden drei Rennen gefahren, das erste fand am vergangenen Wochenende in Obergurgl statt. Benjamin Raich und Niki Hosp, die als Vorläufer fungierten und nicht mit guten Tipps geizten, zeigten sich ob der vielen Talente hocherfreut und voll des Lobes. „Es ist einfach eine coole Sache, die sehr gut angenommen wird. Die Leute sind unglaublich motiviert, zeigen starke Leistungen und haben vor allem sehr viel Spaß, bei dem was sie tun – das ist das wichtigste“, so der zweifache Olympiasieger und dreifache Weltmeister, der die größte Unsicherheit kurz vor dem Start ortet. „Fast alle haben mich gefragt, was sie gegen die Anspannung im Starthaus machen können“, schildert Raich, dessen diesbezügliche Erfolgsformel recht einfach klingt. „Ordentlich durchatmen, sich sammeln und noch einmal alles abrufen, was zu tun ist.“

Optimal gelungen ist das Wolfgang Moser und Michael Wallner, die in den beiden Altersgruppen der Herren die schnellsten Amateure waren, sowie Sabine Hörhager und Margit Hieke, die bei den Damen die jeweilige Bestzeit in den Schnee brannten. Die 27-jährige Hieke, die Markenkollegin Mikaela Shiffrin als Vorbild nennt, sprach im Anschluss „von einer sensationellen Sache“, und war froh über die Betreuung der ÖSV-Stars. „Niki hat uns eingeschärft, dass wir die Tore hoch anfahren und nicht zu direkt nehmen sollen, Benni hat vorm Start dafür gesorgt, dass die Anspannung nicht zu groß war und der Fokus passt, das hat schon gut getan. Jetzt freue ich mich auf das Finale!“

Fortgesetzt wird die Rennserie von 12. bis 14. Jänner 2018 in St. Anton am Arlberg und von 2. bis 4. Februar 2018 in Kitzbühel. Die Gamsstadt ist von 23. bis 25. März auch Ausrichter des Weltfinales. Wer die Herausforderung annehmen möchte, kann sich noch schnell unter www.audiquattroskicup.com anmelden.