Wettkampfgedanke und Adrenalin. Thomas Morgenstern trifft am Qualifikationstag zwei der ehemals weltbesten Schifahrerinnen am Bergisel in Innsbruck. Gemeinsam geht es auf die Schanze und Thomas Morgenstern fühlt den Damen direkt am "Zitterbalken" auf den Zahn.

In beiden Gesprächen wird klar, die Parallelen zwischen Skispringen und Skifahren sind vielfältig - besonders das Gefühl, das man oben am Absprungbalken oder im Starthaus hat, ist immer das gleiche. Marlies Schild spürt direkt bei Betreten des Balkens den Wettkampfgedanken, den man hier oben entwickelt und das Adrenalin. Im Abfahrtstraining wird für die Sprünge des Öfteren auch auf Schanzen geübt. Das Panorama und die Höhe der Bergiselschanze sind für Maria Höfl-Riesch aber dennoch überwältigend. "Das ist wie ein Sprung ins Nichts." , sagt Maria. "Lust, hier direkt mit den Skiern runterzuspringen?", fragt Thomas. Privat genießt Maria das Skifahren dann aber doch eher ohne viele Zuschauer - am liebsten mit der ersten Gondel hoch und die noch leeren Pisten für zwei Stunden genießen. 

Der Druck, die Leistung erbringen zu müssen, aber auch das tolle Gefühl, als Letzter oben noch die Chance zu haben, alle zu begeistern - für Marlies nur zwei der Dinge, die sie gut aus ihrer Rennkarriere kennt und die beim Blick in den Kessel wach werden.